Sprühdose verstopft, was tun?
Du schüttelst die Dose, drückst auf den Kopf und es kommt nichts, oder nur noch ein müder Farbnebel. Das kennt eigentlich jeder, der öfter mal zur Spraydose greift. Die gute Nachricht vorweg: In den allermeisten Fällen ist die Dose nicht wirklich kaputt. Es steckt einer von vier ganz typischen Gründen dahinter, und die lassen sich meistens selbst lösen.
Grund 1: De
r Sprühkopf ist verstopft

Das ist mit Abstand der häufigste Fall. Die Dose wurde schon einmal benutzt, und beim zweiten Anlauf will der Sprühkopf einfach nicht mehr. Ob es daran liegt, siehst du relativ einfach: Schau dir das kleine Loch im Sprühkopf genau an. Ist dort Farbe eingetrocknet und verhärtet, kommst du meistens nicht mehr ohne neuen Kopf weiter.
Anders sieht es aus, wenn du die Dose nach dem letzten Gebrauch kopfüber leer gesprüht hast. Dann bleibt das Loch frei, und die Dose funktioniert in der Regel auch beim nächsten Mal wieder normal.
Was hilft: Zuerst versuchen, den Kopf freizubekommen, zum Beispiel kurz in Verdünner oder warmem Wasser einweichen. Wenn das nichts bringt, einfach einen neuen Sprühkopf aufstecken, das geht meistens ohne Werkzeug.
Für die Zukunft merken: Die Dose nach jedem Gebrauch kurz kopfüber leer sprühen, bis nur noch Treibgas kommt. Dauert keine zehn Sekunden und erspart dir genau dieses Problem beim nächsten Einsatz.
Grund 2: Die Kugel in der Dose bewegt sich nicht mehr

Vor allem bei Grundierungen, Füllern oder generell etwas schwereren Lacken kommt es vor, dass die Dose schon länger im Regal stand. Mit der Zeit setzt sich die Farbe innen ab und legt sich am Boden fest.
Was hilft: Die Dose so lange schütteln, bis du die kleine Metallkugel wieder klar hörst, dieses typische Klick-Klick einer Sprühdose. Bei einer Dose, die länger stand, braucht das wirklich etwas Kraft und Zeit, oft deutlich mehr als die paar Sekunden, die man normalerweise schüttelt. Erst wenn sich alles wieder gut vermischt hat, kommt auch ein sauberes, gleichmässiges Sprühbild raus.
Grund 3: Der Sicherungsring blockiert den Sprühkopf
Ein Klassiker, an den viele im ersten Moment nicht denken. Neue Sprühdosen haben oft einen kleinen Sicherungsring direkt unter dem Sprühkopf. Solange der noch drauf ist, lässt sich der Kopf nicht herunterdrücken, und es passiert schlicht gar nichts, egal wie stark man drückt.

Was hilft: Den Ring einfach mit einem kleinen Schraubenzieher lösen und entfernen. Danach funktioniert der Sprühkopf ganz normal.
Grund 4: Bei Zweikomponenten-Produkten ist die Topfzeit abgelaufen
Bei speziellen Produkten wie Zweikomponenten-Sprühdosen sieht es nochmal anders aus. Nach der Aktivierung hat so eine Dose eine begrenzte Topfzeit, und genau die vergessen viele. Ist sie einmal überschritten, härtet die Farbe im Innern aus oder das Sprühbild wird unsauber, ganz unabhängig davon, ob Sprühkopf und Kugel in Ordnung sind.
Was hilft: Schon vor dem Kauf überlegen, welche Grösse du wirklich brauchst, und die Arbeit so planen, dass du die Dose innerhalb der Topfzeit komplett verarbeiten kannst. Einmal aktiviert, lässt sich eine 2K-Dose nicht einfach beiseitelegen und später zu Ende sprühen.
Und wenn gar nichts davon hilft?
In den meisten Fällen lässt sich eine verstopfte Sprühdose mit einem der vier Punkte oben wieder zum Laufen bringen. Wer aber gleich vorsorgen möchte, für den lohnt sich ein Blick auf unsere Premium Acrylic Linie. Die kommt bereits mit zwei Sprühköpfen pro Dose, so hast du bei einem verstopften Kopf sofort Ersatz griffbereit und musst nicht extra nachbestellen.